Der umfassende Ausbau der Westmarkstraße in der Gemeinde Barßel biegt auf die Zielgerade ein. Nachdem die ersten beiden Bauabschnitte bereits erfolgreich fertiggestellt wurden, stehen nun die nächsten entscheidenden Phasen und eine notwendige Vollsperrung an der Eisenbahnkreuzung bevor.
Sperrung des Bahnübergangs und moderne Sicherheitstechnik
Vom 21.09.2026 bis einschließlich 25.09.2026 wird die Eisenbahnkreuzung in der Westmarkstraße für den Verkehr voll gesperrt. In diesem Zeitraum passt die Emsländische Eisenbahn (EEB) den Kreuzungsbereich an die neuen, Regelbreiten der Straße an. Um den Bahnübergang künftig deutlich sicherer zu machen, wird er im Anschluss mit einer modernen, halbseitigen Schrankenanlage sowie einer Lichtzeichenanlage ausgestattet.
Fortschritt bei den laufenden Bauabschnitten
Bereits am 11.08.2026 konnten die Bauabschnitte 1 und 2 von der Ankerstraße bis zur Eisenbahnkreuzung plangemäß für den Verkehr freigegeben werden. Hier rollt der Verkehr bereits auf der neuen Fahrbahn und dem Radweg.
Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf den 3. Bauabschnitt. Vom Schmetterlingsweg aus wird die Fahrbahn im Erdbau in Richtung der Eisenbahnkreuzung unter Vollsperrung erstmalig hergestellt.
Erreichbarkeit für Anwohner
Auch der 4. Bauabschnitt – von der Mühlenbrücke bis zur Eisenbahnkreuzung – wird unter Vollsperrung ausgebaut. Für die Anwohner der Neubausiedlungen am Schmetterlingsweg und Hummelweg bleibt eine Erreichbarkeit weiterhin über die südliche Einmündung des Schmetterlingsweges aus Richtung der Mühlenbrücke (4. Bauabschnitt) erreichbar. Die gilt auch entsprechend für die betroffenen Anlieger der Westmarkstraße am 3. + 4 Bauabschnitt.
Anlass zum Großprojekt
Die Gemeinde Barßel baut die Westmarkstraße von der Ankerstraße bis zum Knotenpunkt Mühlenbrücke / Iltisstraße grundlegend erstmalig aus. Das Projekt umfasst eine neue Asphaltfahrbahn mit einer Regelbreite von 6,50 Metern, den erstmaligen Einbau einer Straßenentwässerung sowie einen durch einen Hochbord baulich getrennten Radweg mit einer Breite von 3,25 Metern.
Möglich wird diese Großmaßnahme durch das Jahresprogramm 2025 zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) mit beträchtlichen Mitteln: Die förderfähigen Kosten werden zu 75 Prozent für die Fahrbahn und zu 80 Prozent für den Radweg bezuschusst.
Voraussichtliches Bauende im Dezember
Verläuft alles weiter nach Plan und spielt die Witterung mit, werden die gesamten Straßenbauarbeiten voraussichtlich bis Anfang Dezember 2026 vollständig abgeschlossen sein.
Die Gemeinde Barßel bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis für die unvermeidbaren Behinderungen während der Bauphase